INTERMEDIALE KUNSTTHERAPIE

KUNSTTHERAPIE

Ich arbeite seit 2023 freiberuflich sowie in verschiedenen angestellten Verhältnissen als Kunsttherapeutin (M.A.).

In meiner therapeutischen Arbeit verfolge ich einen kunstbasierten und ressourcenorientierten Ansatz. Das heißt: Kunst ist eigentlich das Gleiche wie Kochen, und: alle Menschen müssen essen.

Wer also gut und gesund leben möchte, kann das einfacher, wenn er oder sie ein bisschen kochen kann, die eigenen Vorlieben kennt oder weiß, was der eigene Körper in bestimmten Lebenssituationen braucht. Und wer dann auch noch gerne kocht und das Zubereiten von Essen als ein kleines Hobby sieht, lebt wahrscheinlich noch ein bisschen gesünder. Trotzdem werden wir nicht alle Köch*innen, übernehmen die Logistik einer Großküche und werden dafür bezahlt.

Ähnlich ist es sich für mich mit der Kunst. Wir müssen nicht alle Künstler*innen werden und Geld mit unseren Arbeiten verdienen und Ausstellungen organisieren, um kreatives Arbeiten zu nutzen und gut für uns zu „kochen“.

Wir dürfen künstlerisches Arbeiten nutzen, um uns auszudrücken, herauszufinden, was uns gerade beschäftigt, oder um einen anderen Weg zu finden, uns anderen mitzuteilen. Auch ohne irgendetwas davon besonders gut zu können oder berühmt zu werden.

Kinder machen das meist noch ganz automatisch: Sie reflektieren ihre Erlebnisse über das Spielen und Malen, regulieren ihre Emotionen und verarbeiten Erfahrungen.

Leider passt das in unser Erwachsenenleben oft nicht mehr ganz so gut hinein, und die Idee, „eh nicht malen zu können“, wächst. Unter anderem aus diesem Grund hören die meisten Menschen im Laufe der Pubertät oder im frühen Erwachsenenalter auf zu zeichnen, zu malen oder zu schreiben – dabei sind all diese Tätigkeiten eng verknüpft mit der Aufrechterhaltung psychischer Gesundheit. Sie bieten die Möglichkeit, Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen, und stärken uns im Hinblick auf potenzielle Stressoren. Sie können uns eine Auszeit verschaffen, sinnliche Erfahrungen bieten, die in unserem Alltagsleben oft zu kurz kommen, und vielleicht sogar ein bisschen glücklich machen.

Kunst ist für mich so eng mit psychischer Gesundheit verknüpft und vielleicht muss sie nicht immer „Therapie“ heißen oder im klinischen Umfeld stattfinden, um eine gesundheitsfördernde Wirkung zu haben. Meine therapeutische Arbeit und meine Arbeit als Künstlerin und Vermittlerin sind nur schwer voneinander zu trennen und bereichern sich an vielen Stellen gegenseitig.

Wenn Sie Interesse an einem kunsttherapeutischen Angebot in Ihrer Einrichtung und/oder an Workshopformaten mit kunsttherapeutischem Fokus haben, kontaktieren Sie mich gerne.

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